Baraka ist ein arabisches Wort und bedeutet: Segen, Segenskraft. In der Sufi-Mystik wird es auch übersetzt mit: Atem des Lebens.
Den Namen Baraka tragen in Nordafrika Firmen, die Wasser verkaufen. Denn in der Wüste ist Wasser der größte Segen.
Für mich klingt in Baraka die Faszination einer Wüstenreise:
Freiheit, endlose Weite, Spuren im Sand - vom Wind verweht, Trugbilder in der flirrenden Hitze.
Hier erwacht die innere Welt – mit der Sinnenfülle aus Märchen, die Sheherazade dem grausamen König in 1000 und einer Nacht erzählt, um ihr eigenes Leben zu retten
In den Wüstenzeiten des Lebens trägt nur das Echte, Lebendige.
Jedes Pflänzchen der Liebe, das in meinem Herzen gedeiht, jede Oase der Freude wird zum Ausgangspunkt für neues Gedeihen. Baraka ist die schöpferische Kraft eines wachen Bewusstseins, ein Segen, der mir zuteil wird, wenn ich mich auf den Weg mache, das Einzigartige meines Daseins zur Entfaltung zu bringen.
Segen ist etwas, das wir nicht greifen können, das sich der Fassbarkeit durch unsere Denken und Fühlen entzieht. Segen erinnert an die Bedingtheit unseres Seins, verweist auf etwas Größeres, in dem wir eingebunden und damit geborgen sind. Segen, das ist ein Geschenk, das uns zuteil wird aus dem Unsichtbaren heraus. Wir können nichts dafür tun außer bewusst und gegenwärtig zu sein im Augenblick.
Marathon des Sables
In Marokko findet jeden Frühling ein Marathonlauf durch die Sahara statt. An 7 Tagen legen die Teilnehmer eine Strecke von etwa 230 km zurück – in glühender Hitze durch endlosen Wüstensand, über steile felsige Dünen.
Die Teilnehmer haben meist seit Jahren trainiert und sich viele Monate auf dieses Ereignis vorbereitet. Trotzdem bringt der Lauf sie an die Grenze des Möglichen.
Es ist nicht nur die körperliche sondern auch die emotionale Anstrengung: In der Einsamkeit der Wüste erwacht das innere Leben, tritt alles zutage, was beiseite geschoben, noch nicht verarbeitet wurde - kann sich in der Weite befreien.
Der Lohn für diese Strapaz ist weder Geld noch Ruhm, sondern ein unbeschreibliches Glücksgefühl und die Gewissheit: ich könnte jetzt direkt zum Mond fliegen.